„Agil und so…“ – Was bedeutet Agilität für uns?

Agil, Agilität, Agile

23. Februar 2018

Was ist diese Agilität eigentlich und warum wurde sie zum Sinnbild von allem, was mit neuerer Entwicklung im Bereich Management, Produktentwicklung und Projekten zu tun hat?

Eigentlich kommt der Begriff „Agilität“ ja aus dem Bereich der Softwareentwicklung und beschreibt (grob gesagt) ein iteratives Vorgehen – das kann man sich aber auch wunderbar auf Wikipedia durchlesen: Agile Softwareentwicklung auf Wikipedia

Nun ist es aber mittlerweile so, dass man das Gefühl hat bzw. wir das Gefühl haben, dass „agil“ oder „Agilität“ neben „Digitalisierung“ und „VUCA“ in erster Linie zum Lieblingsbegriff der Beratungsindustrie geworden ist. Hier wird ein Szenario von „Alt und schlecht gegen neu und agil“ aufgebaut.

Wir teilen diese Ansicht überhaupt nicht. Es geht aus unserer Sicht vielmehr um einen SINNVOLLEN Einsatz der richtigen Methode. Agile Methoden machen bei ergebnisoffenen Fragestellungen Sinn und senken durch Iterationen und Nutzerzentrierung langfristig Kosten und Risiko. Ganz anders sieht es aber bei Problemstellungen aus, die ein ganz klar definiertes Ergebnis haben. Hier kostet ein agiles Vorgehen Zeit und Geld.

Deswegen sollte es das Ziel einer jeden Unternehmung sein, ein Bewusstsein bei Mitarbeitern und Führungskräften zu schaffen, wann ein klassisches und wann ein agiles Vorgehen sinnvoll ist. Durch den Aufbau dieses Verständnisses kommt es auch erst gar nicht zur wenig konstruktiven „alt-neu-Denke“.

Hierbei ist übrigens wenig relevant, ob es sich um Startup oder Corporate handelt. Beide brauchen beides, denn beide haben Probleme mit offenem Ergebnis und Probleme mit definiertem Ergebnis zu lösen.